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Straßennamen Jarrestadt (Jahr der Benennung der Straße in Klammern)
Quellen:
Hamburger Adressbücher, verschiedene Jahrgänge (HAB);
Beckershaus, Horst: Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten, 
Hamburg 1997 (Beckershaus);
Hipp, Hermann: Freie und Hansestadt Hamburg...(DuMont Kunstführer) Köln 1996
Jahnke, Karl Heinz (Hg.): Hertha Feiner - Vor der Deputation
Kurze Geschichte der Deutschen Literatur, Berlin (DDR), 1981
(zusammengestellt v. Elke Groenewold)

  Arensweg   

  Flüggestr.  

  Geißlertwiete  

  Georg-Thielen-
  Gasse  

  Glindweg  

  Goldbekufer  

 Groothoffgasse  

  Großheidestr.  

  Grotjahngasse  
  Hamelausweg  
  Hanssesweg  
  Hauersweg  
  Herta-Feiner-
  Asmus-Stieg  

  Hölderlinsallee  

  Jarrestr.  
  Jean-Paul(s)-
  Weg  
  Jollassestieg  
  Lorenzengasse  
  Maacksgasse  
  Marin-Haller-
  Ring  
  Meerweinstr.  
  Meuronstieg  
  Neckelmann-
  straße  
  Novalisweg  
  Semperstr.  

  Stammannstr.  

Arensweg (1926)
"Die  westlich des Wiesendamms gelegene Verbindungsstraße zwischen der Semperstrasse und dem Goldbekufer." (HAB 1930, Abschn. IV, S. 55
Arens, Johann-August (1757 - 1806). Baumeister des Klassizismus in Hamburg (Beckershaus)
( BILDER! )
Flüggestraße (1907)
Botaniker Joh. Flügge (1775-1816) Gründer des ersten botanischen Gartens an der Alster." (HAB 1930, IV, S. 276
Geißlertwiete (1926)
"Verbindungsweg zwischen d. Grotjangasse u. d. Hauersweg" (HAB 1930, IV, S. 304)
Geißler, Hermann (1859 - 1939) - Architekt, Mitarbeit Rathaus und Michaeliskirche
(lt. Beckershaus Rathausbaumeister, für Hipp nicht)
Georg-Thielen-Gasse (1948 - davor: Thielengasse)
"Georg Thielen. Architekt, 1853-1901" (HAB 1934, IV, S. 831)

Glind
weg
(1914 + 1928)
"nach der Flurbezeichnung Glinde" (HAB 1930)
"Glind" = Umzäunung aus Latten, Brettern und Pfählen (Beckershaus)
( BILDER! )
Goldbekufer (1913)
"Nach dem kleinen Bach "Goldbek", 1912, angelegt (HAB 1930)
Groothoffgasse
"Von der Jarrestr. nordöstl. d. Hauerswegs nach Nordwesten abzweigend, mit Wendeplatz und Fußgängerdurchgang z. Wiesendamm" (HAB 1930, IV, S. 342)
Groothoff, Hugo (1851-1918) - Architekt und Kirchenbauer (Beckershaus)

 


Groß
heidestraße
(1928)
In Anlehnung an die Flurbezeichnung (Beckershaus)
( BILDER! )
Grotjahngasse
"Von der platzartigen Erweiterung des Zinnowplatzes nach Nordwesten abzweigend, mit Wendeplatz und Fußgängerdurchgang zum Wiesendamm" (HAB 1930, IV, S. 344)
(Grotjahngasse u. Zinnowplatz existieren heute nicht mehr; sie lagen zwischen Meerweinschule u. Jarrestr.) 
Gutstv Zinnow u. Johannes Grotjan waren Rathausbaumeister.
Hamelausweg (1926)
"Baumeister am Bauhof Hans Hamelau (gest. 1671)" HAB 1930, IV, S. 361
Hanssensweg
"Benannt nach Bernhard Hanssen, Architekt und Rathausbaumeister 1844/1911" HAB 1930, IV, S. 377)
Hanssen,
Bernhard Georg (1844-1911) - Architekt, Mitglied im "Rathausbaumeisterbund" (Beckershaus und Hipp)
Hauersweg (1929)
Hauers, Wilhelm (1836-1905) - Architekt, Mitglied im "Rathausbaumeisterbund"
(Beckershaus und Hipp)
Hertha-Feiner-Asmus-Stieg (1992)
Feiner, Hertha (1896-1943) - Lehrerin an der Schule Meerweinstraße, als Jüdin im April 1933 aus dem Schuldienst entlassen. Übersiedelung nach Berlin. Seit 1924 verheiratet mit Johannes Asmus. Nach der Scheidung Anfang 1933 nahm sie ihren Mädchennamen wieder an. Herta Feiner gehört mit zu den letzten Juden, die 1943 aus Berlin deportiert werden. Selbsttötung auf dem Transport nach Auschwitz. (Jahnke, Vorwort)

 

Hölderlinsallee (1928)
Hölderlin, Johann Friedrich (1770-1843) - Dichter
"...nach dem Dichter Johann Friedrich Hölderlin. Nach Aufenthalten in Schweden, der Schweiz und Frankreich kehrte er mit ersten Anzeichen einer geistigen Erkrankung zurück. Von 1804-1806 war er (ohne dienstliche Tätigkeit) Bibliothekar in Homburg. Seit 1807 verbrachte er sein Leben geistig umnachtet im Hause eines Tischlers. Hölderlin war in erster Linie Lyriker." Beckershaus, S. 163
Stark beeinflusst durch französische Revolution. Erkrankung Auslöser war vermutlich 
die Beziehung zu einer Bankiersgattin, in deren Familie er als Hauslehrerbeschäftigt 
war. (Meyers)
( BILDER! )
 
Jarrestraße
(1892)
"Benannt nach: Ratsherr Nikolaus Jarre gest. 1619, Bürgermeister Nikolaus Jarre gest. 1679; Vater und Sohn Patron des St. Johannis Klosters, dem das Dorf Winterhude gehörte. " (HAB 1930 IV)
( BILDER! )
Jean-Paul(s)-Weg (1928)
Jean Paul - eigentlich: Friedrich Richter (1763 - 1825) - Dichter (Beckershaus)
Stammte aus armen Verhältnissen, Theologie- und Philosophiestudium aus finanziellen Gründen abgebrochen. Hauslehrer, später Leiter Elementarschule u.a. Weimar. "Seine von grotesken Phantasie und liebevollem Humor bestimmten Romane standen außerhalb der literarischen Strömungen seiner Zeit, obwohl alle Züge vorhanden sind, die ein romantisches Kunstwerk auszeichnen: ... Lyrik, Traum, Reflexion..." (Meyers).
Den Namen Jean Paul nahm er nach 1789 an, um Jean Jaques Rousseau zu ehren.
( BILDER! )
Jollassestieg (1929)
Jolasse, Jean (1810- 1876) - Hamburger Architekt und dessen Sohn: Wilhelm (1856 - 1921) - Architekt

Lorenzengasse (1929)
"Verbindet den Glindweg mit der Barmbeker Straße, heute größtenteils Fußweg. Benannt nach dem neogotischen Hamburger Architekten Fernando Lorenzen (1859 - 1917)"  (Ulrike Sparr, Winterhude von A - Z)
 
( BILDER! )
Maacksgasse (1929)
Maacks, Johann Hermann (1809 - 1868) - Bauinspektor, plante für Hamburg diverse Brückenprojekte, z.B. Lombards-, Reesendamm- oder Holzbrücke. (Beckershaus)
Martin-Haller-Ring (1945?)
Haller, Martin (1835-1925) - Architekt, Mitglied im "Rathausbaumeisterbund" (Beckershaus und Hipp)
Meerweinstraße (1928)
Meerwein, Wilhelm E. (1844 - 1927) - Architekt, Mitglied im "Rathausmeisterbund" (Beckershaus und Hipp)
( BILDER! )
Meuronstieg (1928)
Meuron, Auguste de (1813 - 1898) - französischer Architekt. War nach dem Großen Brand 1842 - 1868 als Architekt in Hamburg tätig (Beckershaus)

Neckelmann
straße
(1929)
Neckelmann, Skjold (1854 -1903) - "bedeutender" Architekt (Beckershaus)
( BILDER! )
Novalisweg (1928)
Novalis - eigentlich: Freiherr Georg Phillip Friedrich Leopold von Hardenberg (17772 -1801) - "... bedeutendster Lyriker und Prosadichter der deutschen Frühromantik" (Meyers)
befreundet mit Schiller, Tick usw., Verlobung mit 13jähriger, die zwei Jahre später stirbt, wandte sich daraufhin der Mystik zu. In seinen Werken wird Liebe und Eros ins mystisch-religöse erhoben. Nurd der Dichter, dargestellt in "Heinrich von Ofterdingen" ist in der Lage, stufenweise das "Universum" bis zur Erkenntnis zu durchdringen und die Blaue Blume - das Symbol der Romantik - zu finden.

Semperstraße (1907)
Semper, Gottfried (1803 - 1879) - Architekt, Mitberater der Technischen Kommission zum Wiederaufbau nach dem Brand von 1842 (Beckershaus)
Stammannstraße (1928)
"Benannt nach Franz-Georg Stammann, Architekt, 1799-1871 und Hugo St. , Architekt und Rathausbaumst. 1831 - 1909 (HAB 1951, IV, S 715)
Stammann, Franz Georg (1799 - 1871) - Architekt und Sohn Hugo (1831 - 1909) - Architekt, Mitglied im "Rathausbau-
meisterbund" (Beckershaus und Hipp)
( BILDER! )

   Zwischen Neubau und Zerstörung - Die Jarrestadt 1929 bis 1945 - Jarrestadt-Archiv
Broschüre der Geschichtswerkstatt Jarrestadt-Archiv Zwischen Neubau und Zerstörung, die Jarrestadt 1929 bis 1945, Hamburg Winterhude

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